17. DNUG-Konferenz: Erfahrungsaustausch auf höchstem Niveau
Etwa 650 Teilnehmer aus allen Wirtschaftzweigen informierten sich am 7./8.11.2002 in Frankfurt auf der DNUG-Herbstkonferenz über Domino als Plattform für die schnelle Anwendungsentwicklung in Verbindung und im Wettbewerb mit anderen Technologien und Produkten, wie z.B. J2EE, .Net, Web Services und WebSphere. Darüber hinaus wurden Best Practices im Betrieb und Management von kollaborativen Anwendungen sowie erste Praxis-Erfahrungen mit Notes und Domino 6 präsentiert.
Jena im November 2002 – Die 17. DNUG-Konferenz bot mit ihren vielfältigen Angeboten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch von Notes/Domino- und WebSphere-Anwendern aus allen Wirtschaftszweigen. Diese zweimal jährlich stattfindende Veranstaltung hat sich in Deutschland in den letzten Jahren als wichtigste herstellerunabhängige Informations- und Diskussionsplattform im Umfeld kollaborativer Softwarelösungen etabliert.
Domino hat Zukunft
In der Eröffnungs-Keynote „The Future of Domino and the WebSphere Platform“ präsentierte Craig Roth, Analyst bei der Meta Group, seine Sicht der möglichen Weiterentwicklung von Domino und WebSphere. Seiner Ansicht nach werde ab etwa 2005 das „alte“ Domino nach und nach in einer „Next Generation Domino“ aufgehen, die im Wesentlichen auf WebSphere und anderen Produkten der IBM Software Group basiert. Dass diese Meinung von den Konferenzteilnehmern nicht uneingeschränkt geteilt wird, zeigte sich in der anschließenden Q&A-Session. Unumstritten ist, dass Domino große Vorteile als Plattform für die schnelle Anwendungsentwicklung (C-RAD –„Collaborative Rapid Application Development“) hat. „Unternehmen sollten danach streben, ihre Kosten durch sinnvolle Anwendung von kollaborativen IT-Lösungen zu senken,“ erläuterte Roth. IBMs Vision vom zukünftigen Domino sei durchaus richtig und sichere IBM auch weiterhin eine führende Rolle im Markt der kollaborativen IT-Systeme.
Ed Brill, IBM Corp., bekräftigte in seiner Keynote über die Lotus-Software-Strategie, dass man sich bei IBM klar zur Weiterentwicklung von Domino verpflichtet hat. Auch nach 2005 werden weitere Generationen dieser Plattform zur Verfügung stehen.
In einem „Special“ mit dem Thema „Total Cost of Ownership of Messaging and Collaboration“ zeigte er, dass Domino gegenüber anderen Plattformen geringeren Aufwand nicht nur bei der Entwicklung, sondern auch beim Betrieb erfordert.
In der abschließenden Keynote „Early Successes with Notes/Domino 6” berichtete Alan Lepofsky, Offering Manager Messaging Solutions Team bei der IBM, über erste praktische Erfahrungen und Vorteile im Einsatz des neuen Release, konkret dargestellt anhand von drei Anwenderunternehmen in Deutschland.
Kollaborative IT-Lösungen fördern
Angekündigt wurde der „DNUG-Award“, der im nächsten Jahr verliehen werden soll. Mit diesem Preis will die DNUG ein beispielhaftes Projekt auf der Basis von Lotus Domino/Notes auszeichnen. Prämiert wird ein Unternehmen, das als Anwender das Potenzial der Plattform Domino nutzt, um Geschäftsprozesse in besonderer Weise effizient abzuwickeln. Die DNUG will mit diesem Preis die Verbreitung moderner kollaborativer Softwarelösungen in der Wirtschaft fördern.
Auch dieses Mal stand im Mittelpunkt der DNUG-Konferenz die Präsentation erfolgreicher Domino-Projekte. Traditionell werden diese nicht vom IT-Dienstleister, sondern vom jeweiligen Anwender vorgestellt. Im Sinne des Erfahrungsaustausches werden nicht nur Erfolge, sondern auch fachliche und technische Probleme in der Umsetzung offen angesprochen.
Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um aktuelle Anliegen mit hochrangigen IBM-Mitarbeitern zu diskutieren. Auch die seit einiger Zeit immer wieder aufkommende Frage nach einem Notes-Client für Linux wurde gestellt. Die Ed Brill damit beantwortete, dass es einen solchen nicht gäbe, „jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt.“
Kommunikationsplattform DNUG
DNUG-Geschäftsführer Felix Binsack positionierte die DNUG in seiner Präsentation „als Kommunikationsplattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Anwendern, Dienstleistern und dem Hersteller IBM/Lotus.“ Dieses Angebot werde von allen Seiten sehr rege angenommen. Dabei seien Lotus und IBM durchaus interessiert an den Anregungen und dem Feedback der Anwender. Aus diesem Grunde entsendet IBM/Lotus zu den DNUG-Konferenzen auch zahlreiche und ranghohe Mitarbeiter. Die kritische Distanz zum Hersteller bleibe dabei auf jeden Fall gewahrt. Er stellte klar, dass die DNUG keineswegs von IBM „alimentiert“ werde. „Eine wirtschaftliche Abhängigkeit besteht nicht,“ bekräftigte Binsack.
Mehr als 50 Unternehmen beteiligten sich an der konferenzbegleitenden Ausstellung. Hier informierten sich Besucher direkt bei den Anbietern über Produkte und Dienstleistungen.
Die 18. DNUG-Konferenz wird am 20./21. Mai 2003 in Hamburg stattfinden. Aktuelle Informationen darüber sind im Internet auf der kürzlich neu konzipierten Website http://dnug.de zu finden.
Die Deutsche Notes User Group ist die Gemeinschaft professioneller Groupware-Anwender, Bildungseinrichtungen und Serviceunternehmen für Intra-/Inter- und Extranet-Technologien auf Basis von Lotus Domino/Notes sowie begleitender Technologien. Auch Themen um IBM WebSphere spielen innerhalb der DNUG-Aktivitäten eine wichtige Rolle. Seit ihrer Gründung 1994 konnte die DNUG stetiges Wachstum verzeichnen. Derzeit vereinigt die User Group über 1.000 Spezialisten für kollaborative IT-Systeme aus Mitgliedschaften von ca. 500 Konzernen, Unternehmen, Hochschulen und Einzelmitgliedern.