27 DNUG Conference > 1. Konferenztag: 13.11.2007 > Session 5: Anwenderberichte

Toni Gutweniger
(Schweizer Raiffeisen Gruppe)
http://www.raiffeisen.ch


Stephan Leder
(CONET Solutions GmbH)
http://www.conet.de

Mitarbeitereinbezug als Grundlage für den erfolgreichen Relaunch und die Weiterentwicklung des Intranets der Schweizer Raiffeisen Gruppe
Datum: 11/13/2007
Uhrzeit: 16:30 - 17:15
Raum: Salon Rheinaue

Überblick:
Für Raiffeisen als drittgrößte Bankengruppe der Schweiz ist die Informationsversorgung der Mitarbeiter ebenso notwendig wie deren allzeit guter Draht zu den internen Systemen. Da das bisherige Intranet hinter den Erwartungen zurück blieb, entschied sich Raiffeisen zu einem kompletten Relaunch. Dabei waren die Benutzer der wesentliche Treiber der Entwicklung des neuen "RAIweb", Umfragen und Nutzeranalysen bestimmten im Vorfeld die Erwartungen. Zur Reduktion der Informationslast erhält der Nutzer nun lediglich die für seinen Arbeitsbereich und seinen Standort relevanten Informationen angezeigt. Neben der Hauptnavigation ermöglicht der ergänzende Bereich „Meine Seite“ es dem Nutzer, besondere Datenquellen oder Funktionen für sich zu personalisieren.


Worum geht es im Einzelnen?
(Auszug aus dem Anwenderbericht im digitalbusiness magazin, 5-2007)

Raiffeisen als drittgrößte Bankengruppe der Schweiz gehört heute zu den führenden Schweizer Retail-Banken. Rund drei Millionen Schweizerinnen und Schweizer zählen zu den Raiffeisen-Kunden. Die Raiffeisen Gruppe umfasst die 405 genossenschaftlich strukturierten Raiffeisenbanken, Raiffeisen Schweiz (ehemals Schweizer Verband der Raiffeisenbanken) und die Gruppengesellschaften (Raiffeisen Leasing, Raiffeisen Bürgschaftsgenossenschaft usw.).

Information als Kerngeschäft
Für die Bankgruppe mit rund 1.150 Bankstellen und über 8.100 Mitarbeitenden steht die Dienstleistung für den Kunden naturgemäß im Mittelpunkt des geschäftlichen Interesses. Für einen für beide Seiten erfolgreichen Umgang mit den Kunden ist allerdings eine umfassende und stets aktuelle Informationsversorgung der Mitarbeiter ebenso notwendig wie deren allzeit guter Draht zu den internen Systemen.
Das bisherige Intranet von Raiffeisen fungierte vorwiegend als Mittel zur Informationsverbreitung bei 12.000 Inhaltsseiten und 15.000 Dokumente. Dieses Angebot ist zudem vollständig dreisprachig in Deutsch, Französisch und Italienisch. Ein deutliches Zeichen für den Bedarf aktueller Informationen liefern die Zugriffszahlen, die pro Monat mehr als 2,5 Millionen Page Requests ausweisen. Unabhängig von der Nutzungsintensität gab es eine Reihe von Optimierungsansätzen.

Die inzwischen überholte technische Basis blieb in Hinblick auf die Performance weit hinter den Erwartungen zurück. Die einzelnen Informationen des umfangreichen Datenvolumens existierten teilweise unstrukturiert und unübersichtlich nebeneinander her, mitunter kam es zu Doppelpflege oder gar der parallelen Ausgabe aktueller und überholter Inhaltsversionen. Ohne jede Filterung für die unterschiedlichen Zielgruppen innerhalb der Raiffeisen Gruppe und aufgrund der reinen Ausrichtung an organisatorischen anstelle von prozessorientierten Strukturen gestaltete sich das schnelle Auffinden der für die aktuelle Aufgabe benötigten Informationen oftmals schwierig.

Der Mensch im Mittelpunkt
Der zwangsläufige Relaunch auf Basis einer vollständigen Neukonzeption hatte das Ziel, das RAIweb als zentrale Informations-, Kommunikations- und Applikationsplattform für die Raiffeisen Gruppe auszubauen. Inhaltlich bedeutete dies, eine benutzerzentrierte Informationsarchitektur zu schaffen, zielgruppengerechte Ansichten zu generieren und personalisierbare Funktionalitäten zu realisieren. Dabei waren die Benutzer von Beginn an der wesentliche Treiber der Entwicklung. Umfragen und Nutzeranalysen bestimmten im Vorfeld die Erwartungen.

Struktur und Handhabung des neuen Intranets orientieren sich jetzt an den Erfordernissen der täglichen Arbeit. Zur Reduktion der Informationslast erhält der Nutzer lediglich die für seinen Arbeitsbereich und seinen Standort relevanten Informationen nach Wichtigkeit sortiert angezeigt. Die Hauptnavigation gliedert sich in die sechs Bereiche News, Produkte, Anweisungen, Dienste, Gruppe und Personal. Ein weiterer Punkt „Meine Bank“, der von den einzelnen Banken selbst produzierte Inhalte umfassen soll, ist derzeit in der Einführungsphase. Der ergänzende Bereich „Meine Seite“ ermöglicht es dem Nutzer darüber hinaus, besondere Datenquellen oder Funktionen für sich zu personalisieren.

Technisch auf dem neusten Stand
Das Design und den Styleguide des neuen RAIweb erarbeiteten die für das Corporate Design zuständigen Abteilungen der Raiffeisen Gruppe zusammen mit dem St. Galler Web-Dienstleister namics AG. In der Evaluation des geeigneten Web Content Management Systems (WCMS) als technische Basis setzt die Bankengruppe auf die you@web-Software-Familie der Hennefer CONET Solutions GmbH.

Effizient und effektiv
Dank der Einhaltung des Konzepts des User Centered Engineering, konstanter Einbeziehung der Nutzer, kompetenter Beratung externer Partner und einer stabilen technischen Basis entstand nicht nur eine fehlerfreie, sondern auch einfach bedienbare und bedarfsgerechte Anwendung. Die Nutzerzufriedenheit bestätigt den Erfolg. Eine klare Strukturierung und Anordnung sowie die Reduktion der angezeigten Inhalte auf das für den jeweiligen Nutzer Wesentliche sorgen für maximale Effizienz und Effektivität im Umgang mit arbeitsrelevanten Informationen. Strenge Sicherheitsrichtlinien und ein ausgefeiltes Rechtekonzept sorgen für einen hohen Schutz der sensiblen Daten.


Toni Gutweniger, Schweizer Raiffeisen Gruppe

Stephan Leder, CONET Solutions GmbH